Testosteronmangel

Testosteronmangel
Testosteronmangel

Definition des Testosteronmangels

Wir haben für die Feststellung eines Testosteronmangels zunächst Normwert-Tabellen zur Analyse von Blutwerten: Fällt der gemessene Testosteronwert unter den Normwert, liegt ein Mangel vor.

Testosteronwerte nach Alter

Testosteronwertetabelle
Alter (Jahre)Testosteron (ng/ml)
20 - 293,1 - 8,3
30 - 393,0 - 8,3
40 - 492,8 - 7,0
50 - 592,4 - 6,3
60 - 692,1 - 5,4
70 - 891,7 - 4,9
1 Nanogramm (ng) = 1 Milliardstel Gramm = 10−9 g

Aber diesen Ansatz halten für irreführend, weil er zuviel negativen Spielraum schafft. Denn so kann ein Mann jahrelang müde und abgeschlagen sich durch den Alltag quälen, weit entfernt von seiner Bestform, ohne je in den Bereich eines medizinisch feststellbaren Testosterondefizits zu fallen. Wir wollen damit nicht sagen, daß die Schulmedizin falsch liegt, sondern lediglich herausheben, daß die Schulmedizin unter dem Testosteronmangel etwas anderes versteht als wir es tun.

Entscheidend für die Feststellung des Testosterondefizits sind:

  • Aussehen
  • Leistungsfähigkeit (körperlich und geistig)
  • Sexualpotenz
  • Gesundheit
  • Lebenslust

Wenn Sie in diesen Punkten feststellen, dass Sie hinter Ihrem Potenzial und Ihren Erwartungen zurück bleiben, können Sie sich durch Maßnahmen zur natürlichen Testosteronsteigerung einen enormen Gewinn in punkto Gesundheit, Leistung und Wohlbefinden verschaffen. Das heißt, Sie brauchen nicht zu warten, bis Ihre Testosteronwerte unter die Norm sinken, ehe Sie die Verbesserung Ihres Testosterons in Angriff nehmen.

Sie müssen nicht Monate oder gar Jahre auf ein gutes Aussehen, gute Leistungsfähigkeit, gute Sexualpotenz, gute Gesundheit und echte Lebenslust verzichten, Sie müssen nicht schlaff und schlapp durchs Leben gehen, bis Ihnen ein Arzt endlich ein Testosterondefizit bescheinigt.

Unsere Definition des Testosteronmangel lautet daher: Defizite in punkto Aussehen, Leistungsfähigkeit (körperlich und mental), Sexualpotenz, Gesundheit (körperlich und emotional) und Lebenslust. Das ist keine medizinische Definition – aber eine erfahrungsgemäß sehr praktische Definition, die Ihnen hilft, in Bestform zu kommen und zu bleiben.

Und zugegeben: Ein Defizit in punkto Aussehen, Leistungsfähigkeit, Sexualpotenz, Gesundheit und Lebenslust muss nicht zwingend von einem Testosteronmangel herrühren; aber oft ist es so. Solange ein Mann an solchen Defiziten leidet und solange er nicht einen sehr guten Testosteronwert durch einen Bluttest für sich nachweisen konnte, hat er durch Maßnahmen zur Förderung seines Testosterons die größten Aussichten auf Besserung und Abhilfe der Defizite, weil er durch diese Maßnahmen

  1. seine Männergesundheit ganzheitlich fördert
  2. seine Verfassung in körperlicher, mentaler, sexueller und emotionaler Hinsicht auf einen besseren Stand bringt
  3. seinen Lebenswandel von Fehlern und Mängeln befreit

Gründe für den Testosteronmangel

Als Gründe für ein Testosterondefizit kommen folgende Faktoren in Frage:

  • Chemotherapie
  • Schäden am Hypothalamus, den Hoden oder der Hypophyse
  • Schädeltrauma mit Folgeschäden für den Hypothalamus
  • Infektion (z. B. Hirnhautentzündung, Syphilis, Mumps)
  • Verletzung der Hoden
  • Strahlentherapie
  • Tumor am Hypothalamus, den Hoden oder der Hypophyse
  • Hämochromatose (erhöhte Aufnahme von Eisen im Körper)
  • Medikamente
  • chronische Krankheiten
  • Nierenschäden
  • Leberzirrhose
  • Stress
  • Alkohol
  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • Diabetes (Typ 1 und 2)
  • HIV/AIDS
  • schlechte Ernährung

Sie können – je nach Faktor – mehr oder weniger dagegen tun, manchmal auch gar nichts. Aber Sie können in jeder gegebenen Situation das Beste tun, um Ihr Testosteron optimal zu fördern, und darauf kommt es an.

Die Folgen des Testosteronmangels

Ein Testosterondefizit äußert je nach Alter des betroffenen Mannes unterschiedlich:

Alter 30 bis 60 Jahre:

  • depressive Verstimmung und Gemütsschwankungen
  • schlechte Konzentrationsfähigkeit
  • Mangel an Energie und Vitalität
  • verringerte Muskelmasse und -kraft
  • mehr Körperfett
  • längere Erholungsphase nach Anstrengung
  • niedrige Libido
  • Erektionsstörungen
  • wenig Samenflüssigkeit
  • Verminderung des Bartwuchses und der Körperbehaarung
  • Herausbildung von Brüsten (Gynäkomastie)
  • Hitzewallungen und Schweissausbrüche
  • Osteoporose

Alter ab 60 Jahren:

  • depressive Verstimmung und Gemütsschwankungen
  • schlechte Konzentrationsfähigkeit
  • rasche Erschöpfung
  • körperliche Schwäche, Verlust der Belastbarkeit
  • mehr Körperfett
  • niedrige Libido
  • Erektionsstörungen
  • Herausbildung von Brüsten (Gynäkomastie)
  • Osteoporose

Einige Krankheiten stehen im Zusammenhang mit dem Testosterondefizit1; dazu gehören:

  • Diabetes Typ 2
  • Metabolisches Syndrom: abdominelle Fettleibigkeit, Bluthochdruck, durch Hypertriglyzeridämie und erniedrigtes HDL-Cholesterin gekennzeichnete Fettstoffwechselstörung und erhöhte Glukosekonzentration im Blut oder Insulinresistenz
  • Osteoporose
  • Nierenerkrankung
  • Chronisch obstruktive Lungenerkrankung
  • Zeugungsunfähigkeit
  • Lebererkrankung

Das sind nur die direkten Folgen des Testosterondefizits. Die indirekten Folgen davon sind weit zahlreicher und umfangreicher.

Die Folgen des Testosteronmangels beim Mann im Detail

Der Mangel an Testosteron führt beim Mann zu einer Abnahme der körperlichen und mentalen Kapazität, zu einer Abnahme der sexuellen Aktivität und Leistungsfähigkeit wie auch zu einem Rückgang seiner Gesundheit bis hin zum Verlust seines körperlichen und emotionalen Wohlbefindens.

Libido Verlust

Wenn Ihr Testosteron sinkt, flaut Ihre Lust auf Sex ab.

Erektile Dysfunktion

Die Härte, Ausdauer & Spontaneität Ihrer Erektion lässt nach, wenn Ihr Testosteron nicht gut ist, und kann in Impotenz umschlagen, wenn die Testosteronproduktion nicht angeregt wird.

Morgenerektionen werden seltener und die sexuelle Pause zwischen Orgasmen wird länger.

Schwächerer Orgasmus

Die Intensität und Dauer des Orgasmus nimmt ab. Dies hängt auch zusammen mit einer verringerten Spermamenge.

Rückgang der Spermamenge

Wenn Ihr Testosteron zurückgeht, reduziert sich die Spermamenge, die in Ihren Hoden produziert wird. Die Intensität des Orgasmus klingt ab und Ihre Partnerin spürt Ihre Ejakulation weniger oder gar nicht mehr.

Schrumpfende, ertaubte Hoden

Testosteronmangel kann dazu führen, daß Ihre Hoden kleiner werden und Sie eine Art von Gefühllosigkeit an Ihren Hoden feststellen.

Psychische Verstimmungen wie Unruhe, Angst, Nervosität, erhöhte Reizbarkeit und Minderwertigkeitsgefühle bis hin zu Depressionen

Je weiter weg Sie sind von Ihrem idealen Testosteron–Level, desto häufiger leiden Sie an negativer Verstimmung, negativen Gedanken, Frustration, Mangel an Selbstbewußtsein, Mutlosigkeit und Depressionen.

Sie fühlen sich als Schwächling, als Weichei, als Versager, etc.

Verkümmerung der kognitiven Fähigkeiten

Ihr Erinnerungsvermögen, Ihre Auffassungsgabe, Ihre geistige Flexibilität, Ihre Kreativität und Ihre Konzentrationsfähigkeit bilden sich zurück oder entwickeln sich sogar negativ. Vergesslichkeit, mentale Trägheit, das Gefühl von Überforderung (privat und beruflich) nimmt zu.

Kein Antrieb, keine Energie, kein Schwung

Wenn es Ihnen an Antrieb, Energie und Schwung fehlt, dann ist das nicht Ihr Fehler – es fehlt nur das Testosteron.

Sie fühlen sich übermäßig müde, leistungsschwach, erschöpft, ausgelaugt, leer, aufgebraucht, etc.

Abnahme der Muskelmaße und der Körperkraft

Der Rückgang Ihres Testosterons führt fast immer zu einem Rückgang Ihrer Muskelmaße. Wenn Ihre Muskelmaße abnimmt, dann geht Ihre Körperkraft abwärts und Ihre Körperform entartet, verfällt oder verweiblicht, weil Sie dann keine männlichen Proportionen mehr haben.

Ihre Muskelmasse geht aber nicht bloß zurück, sie bildet sich zugleich in Fettgewebe um.

Zunahme des Körperfetts

Wenn Ihr Testosteron abnimmt, können Sie gleiviel essen wie immer, aber Sie werden trotzdem dicker. Wenn Sie mehr essen als vorher, werden Sie umso schneller dick. Überdies wird es immer schwieriger, die zusätzlichen Fettpolster abzunehmen.

Wenn gleichzeitig die Muskelmaße abnimmt, aber das Körperfett zunimmt, werden Sie automatisch unförmig und dick.

Degenerative Alterung

Wenn Ihr Testosteron–Level nicht gut ist, verkümmert Ihr Körper vorzeitig und übermäßig – Sie altern ungesund und sind vom Alter gezeichnet

Diabetes und Schilddrüsen–Probleme

Der Testosteronmangel befördert Erkrankungen wie Diabetes, Störungen der Schilddrüse oder auch Übergewicht.

Vorzeitige Alterung der Haut

Ihre Haut wird dünner, faltig und neigt zu Pigmentflecken.

Behaarung geht zurück

Ihre Körper- und Schambehaarung bildet sich zurück.

Körperliche Schwächung

Ein Mangel an Testosteron leistet dem Mangel an roten Blutkörperchen (Anämie) Vorschub.

Die Regenerationszeit nimmt zu, d.h. die Zeit, die Sie brauchen, um zu pausieren und sich von mentalen oder körperlichen Anstrengungen zu erholen, um wieder fit zu sein.

Schrumpfende Körpergröße

Testosteron beeinflusst Ihre Knochenstärke. Ein Mangel an Testosteron kann zur Schwächung Ihres Knochenskeletts und dadurch zur Abnahme Ihrer Körpergröße führen.

Die Ursache dieser Symptome, nämlich der Testosteronmangel, wird bei der Diagnose oft übersehen. Die Beschwerden werden infolgedessen falsch behandelt – anstatt den Testosteronmangel zu beheben, werden die einzelnen Symptome isoliert behandelt. Z. B. werden Depressionen mit Anti–Depressiva behandelt, anstatt die Testosteron–Produktion des Körpers zu fördern und die wahre Ursache der Depressionen zu beheben.

Alterung durch Rückgang des Testosterons

Die Geschwindigkeit, mit welcher das Testosteron im Körper abnimmt, legt fest, wie schnell der Mann altert. Testosteron nimmt nicht ab, weil wir altern – sondern umgekehrt: wir altern, weil das Testosteron abnimmt.

Wie der Testosteronmangel den Mann in unterschiedlichen Lebensbereichen betrifft

Lebensqualität

Ihre Lebensqualität wird stark beeinträchtigt. Sie fühlen sich nicht mehr so gut wie in Ihren Zwanzigern, als Ihre Hormone noch auf idealem Niveau waren. Ihr Elan, Ihre Unternehmungslust, Ihre mentale Schärfe, Ihr Muskeltonus, Ihre Lust und Fähigkeit, sexuell aktiv zu sein, etc. hat spürbar abgenommen.

Beruf

Ihre Fähigkeit, bei der Arbeit produktiv zu sein, hat abgenommen, oder es kostet Sie heute mehr Anstrengung und Überwindung als früher, Ihre Arbeit zu erledigen. Ihre Fähigkeit, am Wettbewerb teilzunehmen und die Früchte Ihrer Bemühungen zu ernten, hängt davon ab, wie schwungvoll, konzentriert und mutig Sie an Ihre Aufgaben herantreten – alles Eigenschaften, die dem Mann abgehen, wenn er unter einem Mangel an Testosteron leidet.

Familienleben

Ihre Kinder, Enkelkinder und vor allem Ihre Frau sind ebenfalls betroffen vom Testosteronmangel. Die Auswirkungen des Testosteronmangels werden von den Personen, die Ihnen nahestehen und auf Sie zählen, mitgetragen.

Die Wiederherstellung eines gesunden Testosteron–Spiegels

Durch die Andropause erleben alle Männer einen Rückgäng des Testosterons. Die meisten Männer stellen ab 35 bis 40 Jahren die Auswirkungen des Testosteronrückgangs fest.

Glücklicherweise kann der Mann aber die Folgen des vorzeitigen Testosteronrückgangs beheben, indem er das Gleichgewicht seiner Hormone wiederherstellt und das freie Testosteron im Körper auf ein gesundes Niveau zurückbringt.


  1. Can Urol Assoc J. 2010 Aug; 4(4): 269–275. PMCID: PMC2910774 ↩︎